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Auszüge aus den politischen und wirtschaftlichen Nachrichten der türkischen Presse  

25.07.2008
  • GÜLS BOTSCHAFT AN ARMENIEN
  • BABACAN BESUCHTE UN-GENERALSEKRETÄR IN NEW YORK
  • KALENDER FÜR UNVERMITTELBARE VERHANDLUNGEN AUF ZYPERN ERWARTET
  • 100. JAHRESTAG DER AUFHEBUNG DER ZENSUR
  • LUFTWAFFE GREIFT PKK-STELLUNGEN IM NORDIRAK AN
  • IRAN UND RUSSLAND WOLLEN VERMITTLERROLLE ZWISCHEN TÜRKEI UND ARMENIEN



  • GÜLS BOTSCHAFT AN ARMENIEN

    Staatspräsident Abdullah Gül, der bei der gestrigen Eröffnungsfeier der zweiten Etappe der Bauarbeiten des Projekts der Eisenbahnstrecke Kars-Tiflis-Baku eine Rede hielt, sagte: „Dieses Projekt ist für alle offen, die gute nachbarliche Beziehungen pflegen wünschen. Nachdem dieses Projekt ins Leben gerufen wird, werden nicht nur wirtschaftliche, sondern auch kulturelle Aktivitäten in Schwung kommen.“ (Hürriyet)

    BABACAN BESUCHTE UN-GENERALSEKRETÄR IN NEW YORK

    Außenminister Ali Babacan besuchte gestern den UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon. Zypern und Irak waren auf der Tagesordnung des Gesprächs von Babacan und dem UN-Generalsekretär. Ban Ki-Moon erklärte, dass der Irak-Besuch des Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdoğan sehr positiv war. Nachher besuchte Babacan jüdische Organisationen in den USA. (Türkiye)

    KALENDER FÜR UNVERMITTELBARE VERHANDLUNGEN AUF ZYPERN ERWARTET

    Beim heutigen Gipfeltreffen von Mehmet Ali Talat, dem Staatspräsidenten der Türkischen Republik Nordzypern (TRNZ) und dem zyperngriechischen Führer Dimitris Christofias wird es erwartet, dass ein Kalender für unvermittelbare Verhandlungen zur Lösung auf der Insel erklärt wird. Beim Treffen werden die Projekte der Arbeitsgruppen und der technischen Komitees zum letzten Mal bearbeitet. 15 gemeinsame Projekte, in den die technische Komitees im Rahmen der Verständigung zwischen Talats Vertreter für EU- und UN-Angelegenheiten, Özdil Nami, und dem Berater von Christofias, Yorgos Yakovu, übereinstimmten, werden heute beim Treffen der Führer bestätigt. (Cumhuriyet)

    100. JAHRESTAG DER AUFHEBUNG DER ZENSUR

    Staatspräsident Abdullah Gül, Parlamentspräsident Köksal Toptan und Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan veröffentlichten je eine Botschaft anlässlich des 90. Jahrestages der Aufhebung der Zensur. Gül erklärte: „Es ist von Nöten, dass die Freiheit der Presse gewährleistet, unter allen Umständen bewahrt und entwickelt wird, damit die Presse ihre Aufgaben erfüllen kann.“

    Parlamentspräsident Köksal Toptan teilte mit, dass die Entwicklung und die Aneignung der Demokratie nur durch freie und unabhängige Presse möglich seien. Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan brachte seinerseits folgendes zum Ausdruck: „Die Freiheit unserer Presse ist die unverzichtbare Bedingung für die Entwicklung und Existenz unserer Demokratie. Alle Presseorgane in unserem Land müssen diese lebenswichtige gesellschaftliche Aufgabe erfüllen können, ohne zensuriert, beschränkt oder verhindert zu werden.“ (Milliyet)

    LUFTWAFFE GREIFT PKK-STELLUNGEN IM NORDIRAK AN

    Nach der zwölftägigen Geiselhaft 3 deutscher Bergsteiger, die am vergangenen Sonntag unversehrt freigelassen wurden, kommt die PKK zunehmend unter Druck. Die Luftwaffe bombardierte erneut am Mittwochabend Stellungen der PKK im Nordirak. Man habe 13 Ziele in der Region Zab in der Nähe der türkischen Grenze angegriffen, teilte der Generalstab in Ankara mit. Die Luftangriffe seien „mit großer Präzision“ geflogen worden. Dabei habe man „äußerste Vorsorge“ getroffen, um Verluste unter der Zivilbevölkerung zu vermeiden. (Hürriyet)

    IRAN UND RUSSLAND WOLLEN VERMITTLERROLLE ZWISCHEN TÜRKEI UND ARMENIEN

    Nach einem Bericht der armenischen Nachrichtenagentur Medimax will Iran zwischen der Türkei und Armenien vermitteln, um einen diplomatischen Dialog zu starten. Iranischer Außenminister Manusher Mottaki habe seinen armenischen Amtskollegen Eduard Nalbandian am Telefon angerufen und mitgeteilt, dass Iran für eine Rolle als Vermittler zwischen Türkei und Armenien bereit sei.

    Unterdessen gab das russische Außenministerium in einer Erklärung bekannt, dass eine Einigung zwischen der Türkei und dem Armenien die Stabilität und Sicherheit in Kaukasien verstärken wird. (Hürriyet)