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Auszüge aus den politischen und wirtschaftlichen Nachrichten der türkischen Presse  

09.10.2006
  • ERDOÐAN BESUCHTE SAUDI ARABIEN
  • GÜL: „WENN ES KEINEN KAMPF GIBT, DANN HABEN WIR EINIGES ZU TUN“
  • LAGENDIJK: „DIE MENSCHEN WERDEN ZUM SCHWEIGEN GEBRACHT“
  • HÄSSLICHE DROHUNG VON BAKOGIANNI
  • PARIS WIRD IN DIE ‚ROTE LISTE’ EINGETRAGEN
  • ASSAD LOBT DIE TÜRKEI
  • “DIE TÜRKEI IST ZU EINEM ELITELAND GEWORDEN”
  • NEUES ZIEL VON BEKO: IN KROATIEN GROSS ZU WERDEN


  • KOMMENTAR DES TAGES:

  • DENKZETTEL VONNÖTEN!



  • ERDOÐAN BESUCHTE SAUDI ARABIEN

    Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoðan stattete Saudi Arabien vorgestern in Begleitung von Staatsminister Ali Babacan und Mehmet Aydýn einen überraschenden Besuch ab. Bei dem Treffen zwischen Erdoðan und dem saudischen König Abdullah bin Abdülaziz wurden wirtschaftliche, kommerzielle und politische Beziehungen aufgegriffen, sowie die Entwicklungen in der Region. (Milliyet)

    GÜL: „WENN ES KEINEN KAMPF GIBT, DANN HABEN WIR EINIGES ZU TUN“

    Die Türkei steht fast unter Belagerung… Der Druck zur Öffnung der türkischen Häfen für die Zyperngriechen, der Entwurf über den Völkermord an Armeniern im französischen Parlament und der Waffenstillstandsprozess der PKK voller Fragezeichen.

    Bezüglich der einseitig erklärten Waffenruhe sagte Außenminister Abdullah Gül: „Natürlich kann von einer Terrororganisation keine Waffenruhe erklärt werden. Daraus ziehe ich das Fazit, sie haben nun verstanden, dass man mit Terror nichts erreichen kann. Alle haben nun gemerkt, dass die Lage eine gefährliche Dimension angenommen hat. Z.B. der Nordirak. Die USA haben nun die Lage eingesehen. Natürlich haben wir in einer Zeit, in der es keine Kämpfe gibt, einiges zu tun. Dafür gibt es das soziale Reformprogramm, dann die Investitionen. Die Bürger in diesem Gebiet sollten beruhigt sein.“ (Hürriyet)

    LAGENDIJK: „DIE MENSCHEN WERDEN ZUM SCHWEIGEN GEBRACHT“

    Joost Lagendijk, Co-Präsident der gemischten Parlamentskommission Türkei-EU, verlangte die Aufhebung des Paragraphen 301 des türkischen Strafrechts und sagte, dass die Initiativen bezüglich des Völkermordes an Armeniern in Frankreich und Holland das Ende der Glaubwürdigkeit der EU in der Türkei bedeuteten. „Ich möchte offen und klar darlegen, dass sowohl Holland als auch Frankreich die freie Meinungsäußerung nicht respektieren. Und das bedeutet, dass man die Menschen zum Schweigen bringt.“

    Seine Bestrebungen zur Aufhebung des Paragraphen 301 begründet Lagendijk damit, dass dieser Paragraph von den Extremnationalisten und von einigen Staatsanwälten missbraucht werde. „Die weit verbreitete Ansicht in Europa ist, dass in der Türkei Kritik übende Personen vor Gericht gestellt und verhaftet werden. Außerdem gibt diese Situation den Türkei-Gegnern einen Trumpf in die Hand und jenen, die sich wie ich für eine Mitgliedschaft der Türkei bemühen, werden die Trümpfe weggenommen. Der Paragraph muss unverzüglich geändert werden“, erklärte Lagendijk. (Hürriyet)

    HÄSSLICHE DROHUNG VON BAKOGIANNI

    Die griechische Außenministerin Dora Bakogianni interpretierte in einem Interview für die Zeitung ‚Kathimerini’ die türkisch-griechischen Beziehungen. Die kommenden drei Monate werden aus Sicht der türkisch-griechischen Beziehungen eine schwere Periode werden. „Die für die Türkei eingeräumte Frist zur Umsetzung des Ankaraner Protokolls geht in Kürze zu Ende. Der Zeitpunkt zur Entscheidung der EU-Länder, die dieses Thema bewerten werden, ist gekommen.“

    Bei den Bewertungen werde die Öffnung der türkischen Häfen für zyperngriechische Schiffe der bestimmende Faktor sein und könne nicht verhandelt werden, behauptete Bakogianni. Sie sagte: „Der Rechtsbestand und die angenommenen Verpflichtungen können von keinem Kandidatenland zum Verhandlungsthema gemacht werden.“

    Außerdem behauptete sie, dass der türkischen Minderheit in Westthrakien die gleichen Rechte und Verantwortungen wie den griechischen Bürgern eingeräumt worden seien. (Hürriyet)

    PARIS WIRD IN DIE ‚ROTE LISTE’ EINGETRAGEN

    Die Türkei nimmt Frankreich, das sich vorbereitet, für die Leugnung des angeblichen Völkermordes an Armeniern eine Haftstrafe zu verhängen, in die ‚rote Liste’ auf. Die Türkei, die von Frankreich die Zurückziehung dieses Antrages forderte, wird für den Fall, dass sie ihre Forderung nicht durchsetzen kann, die Gespräche mit Frankreich bezüglich der Verteidigungsausschreibungen und der Errichtung nuklearer Anlagen auf Eis legen. Außerdem wird die Türkei den Antrag zur Anerkennung des Völkermordes in Algerien auf die Tagesordnung des Parlamentes bringen.

    Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoðan forderte von den in der Türkei tätigen französischen Firmen statt ‚der Aufnahme von Initiativen’ ‚konkrete Unterstützung’ in diesem Thema. (Cumhuriyet-Milliyet)

    ASSAD LOBT DIE TÜRKEI

    Der syrische Staatspräsident Baschar al-Assad, der die Haltung der arabischen Länder gegenüber seinem Land kritisierte, brachte zum Ausdruck, dass Syrien von der Türkei und dem Iran mehr Unterstützung erhalte als von den arabischen Ländern.

    Assad sagte in einem Interview mit der in Kuwait erscheinenden Zeitung ‚Al Anba’, dass Syrien, die Türkei und der Iran, auch wenn sie in manchen Details unterschiedlicher Ansicht sind, in den wichtigen Themen dieselben Beschlüsse fassten. (Cumhuriyet)

    “DIE TÜRKEI IST ZU EINEM ELITELAND GEWORDEN”

    Der Türkeidirektor der Weltbank Andrew Vorkink erklärte, dass die Türkei mit der Steigerung des Türkei-Kontingents seitens des IWF gemeinsam mit den anderen drei Ländern (China, Südkorea und Mexiko) zu einem Eliteland geworden sei.

    Vorkink sagte: „Der IWF erhöhte unter vielen wachsenden Märkten das Kontingent nur von vier Ländern. Darunter befindet sich auch die Türkei. Mit der Erhöhung des Kontingentanteils der Türkei bestätigte der IWF, dass die Türkei eine wachsende globale Kraft’ ist.“ (Hürriyet)

    NEUES ZIEL VON BEKO: IN KROATIEN GROSS ZU WERDEN

    Der Generaldirektor der Firma Arçelik (Beko), Aka Gündüz Özdemir, gab in Richtung der Wachstumsstrategien im Ausland bekannt, dass sie sich im Anschluss an Serbien und Bosnien nun das Ziel gesetzt hätten, in Kroatien, wo sie die Umstrukturierungen des Marktes vollendet hätten, ihren Anteil am hiesigen Markt innerhalb von 3 Jahren auf ein Niveau von 25 % zu heben.

    Özdemir brachte zum Ausdruck, dass sie der Meinung seien, der Weg zum Erfolg von Arçelik auf den internationalen Märkten führe über das Wachstum mit eigenen Markenartikeln, und sagte: „Laut Untersuchungen des Marktforschungsinstitutes GFK in Europa, Russland und der Türkei, die 27 Länder umfassten, hat unsere Firma mit ihren eigenen Markenartikeln am ausländischen Markt einen Anteil von 10 % erreicht. Dabei ist Kroatien, das neue Ziel für die Marke Beko, im Hinblick auf die Nähe der in Rumänien befindlichen Fabriken, der freien Handelsmöglichkeiten sowie der Anpassung der Produktbesonderheiten eine äußerst vorteilhafte Region.“ ((Milliyet)

    KOMMENTAR DES TAGES:

    DENKZETTEL VONNÖTEN!

    Warum nimmt wohl Frankreich das Risiko in Kauf, die Türkei zu verlieren, um Handlanger der Armenier zu sein?

    Weil es beweisen will, dass es ein Tugend-Symbol ist und um zu zeigen, dass es um der Gerechtigkeit willen jegliche Art von Opferbereitschaft in Kauf nehmen kann?

    Das kann nicht sein, denn, sie sind die Kolonialisten, die 200.000 Muslime in Algerien ermordet und 2 Mio Bauern vertrieben haben!

    Genau wie den Russen und den Engländern ist ihnen gut bekannt, warum die osmanischen Armenier während des Ersten Weltkrieges zur Umsiedlung gezwungen worden sind. Und sie selbst sind es, die den armenischen Banden in den anatolischen Gebieten unter französischer Besetzung französische Uniformen angezogen haben, damit sie in diesen Gebieten in Ruhe töten und plündern konnten.

    Es ist nicht zu fassen.

    Die Werte, die sie riskieren, können nicht mit Stimmen der armenischstämmigen Wähler ausgeglichen werden.

    Werden diese Bestechungsstimmen nicht zu einem Dolch der Schamgefühle wenn das menschliche Gewissen erwacht?

    Werden die in Frankreich lebenden Türken und die anderen Muslime nie das Qualitätsniveau erreichen, sodass sie die Täter dieser fundamentalistischen Diskriminierung zur Reue bringen können?

    Das französische Parlament hatte ‚das Massaker an den Armeniern’ schon im Jahre 2001 anerkannt. Das genügte nicht; an diesem Donnerstag werden sie den Entwurf, der die Leugnung des ‚Massakers an den Armeniern’ bestraft, zum Gesetz machen.

    Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoðan hat die Mitglieder der Delegation der Französischen Handelskammer, mit denen er vorgestern in Istanbul zusammenkam, aufgerufen, ‚die bilateralen Beziehungen vor der Hypothek der dritten Seiten zu retten’.

    Solche Aufrufe werden aber nur auf Ansprechpartner mit gesundem Menschenverstand wirken. Türken- und Ausländerfeindlichkeit ist in Frankreich durch das Schüren der Politiker zu einer nationalen Krankheit geworden. Für die Inquisitionsköpfe, die im Parlament Geschichte schreiben und diese vor den Gerichten auszuüben versuchen, braucht man noch klarere und schärfere Warnungen.

    Es wäre schön, wenn die Politiker in Ankara wachsam genug wären, um sehen zu können, dass die Stärke der Gastarbeiter in Europa ausreicht, den Kontinent zu schütteln.

    Wenn wir es verstanden hätten, diese Kraft zu nutzen, hätten wir dieses Problem schon längst gelöst.

    Als dieser abscheuliche Vorschlag im französischen Parlament vor 5 Monaten vorgelegt wurde, hatte unser Korrespondent Bülent Akarcalý Ankara aufgerufen, nicht ‚locker zu lassen’. Offensichtlich brachte die Warnung nichts.

    Dagegen konnte die Ausarbeitung einer Deklaration mit Unterschrift unserer Staatsbürger in Frankreich, deren Zahl 10-15.000 beträgt, organisiert werden, in der folgendes mitgeteilt wird: ‚Dieses Gesetz ist eine Schande. Es darf auf keinen Fall angenommen werden’.

    Statt einer schwachen Warnung aus dem entfernten Ankara wäre beim französischen Volk ein Chor, der ihm direkt ins Ohr schreit, dass es vor der Welt durch seine eigenen Parlamentarier blamiert wird, effektiver gewesen.

    Die türkischen Vereine in Frankreich hätten dabei vielleicht auch die Unterstützung der algerischstämmigen französischen Staatsbürger geholt.

    Um die systematische armenische Erpressung zu verhindern, müssen wir ihnen einen Denkzettel verpassen.

    Unser Ministerpräsident soll die französischen Politiker lassen und sich die Unterstützung der Türken in Europa holen, deren Zahl etwa 4 Mio beträgt! (Vatan)