ERDOÐAN: „DIE GEWALT IM IRAK MUSS GESTOPPT WERDEN“ÇIÇEK: „DIE TÜRKEI STEHT ALLEIN IM KAMPF GEGEN DEN TERROR“„WER VERTRAUEN IN DIE TÜRKEI HAT, KOMMT ZUM INVESTIEREN“RUBIN: „DIE KURDEN HELFEN DER PKK“BRYZA: “DIE TÜRKEI HAT ZUM TEIL RECHT”
ERDOÐAN: „DIE GEWALT IM IRAK MUSS GESTOPPT WERDEN“
In seiner Erklärung in der in Kuwait herausgegebenen Zeitung ‚Al-Anba’ machte Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoðan deutlich, dass sich die Gewalt im Irak in einen Konfessionskampf zwischen Sunniten und Schiiten verwandelt habe und sagte, Ankara setze ohne jegliche Vorurteile seinen Dialog mit den verschiedenen politischen Parteien im Irak fort. Erdoðan wies in Bezug auf Irak darauf hin, dass politische Souveränität, Wahrung der demografischen Struktur sowie gute Beziehungen mit den Nachbarländern die grundlegenden Prinzipien der Türkei seien.
Erdoðan erklärte, die Türkei habe sich von Anfang an darum bemüht, dass im Irak nicht noch mehr Blut vergossen wird, und versucht, das Chaos im Land zu verhindern. Dieser Konfessionskonflikt schade nicht nur dem Irak selbst, sondern der ganzen Region.
Bezüglich Kirkuk sagte Erdoðan, dass dieses Thema das ganze irakische Volk betreffe und brachte seine Überzeugung zum Ausdruck, dass das Referendum ein Ergebnis bringen werde, das alle zufrieden stellen wird.
Über den Iran sagte Erdoðan, dass Länder das Recht haben, nukleare Energie für friedliche Zwecke zu nutzen. Erdoðan wies darauf hin, dass die Türkei eine gute Beziehung zum Iran habe und betonte, dass die beiden Länder Mechanismen für eine Zusammenarbeit im Bereich Sicherheit entwickelt hätten. (Milliyet, Türkiye)
ÇIÇEK: „DIE TÜRKEI STEHT ALLEIN IM KAMPF GEGEN DEN TERROR“
Justizminister und Regierungssprecher Cemil Çiçek beantwortete in einem Fernsehinterview Fragen und erklärte, dass es im Kampf gegen den Terror keine nachhaltige, aufrichtige und entschlossene Zusammenarbeit in der internationalen Gemeinschaft gebe. Er brachte zum Ausdruck, dass das Beileid die einzige Unterstützung in der internationalen Gemeinschaft sei.
Çiçek kritisierte die Haltung der USA und des Irak und sagte, dass sich PKK-Angehörige im Nordirak einnisten, Unterstützung bekommen und offensichtlich von dort in die Türkei durchsickern.
Çiçek sagte: „Eine ganze Reihe von Menschen, die wir suchen, befindet sich in den Händen der irakischen Regierung. Sie hätten wenigstens die wichtigen Personen an uns ausliefern können. Das erwarten wir.“ (Cumhuriyet)
„WER VERTRAUEN IN DIE TÜRKEI HAT, KOMMT ZUM INVESTIEREN“
Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoðan, der gestern in Istanbul zwei Hotels mit ausländischem Kapital zeremoniell eröffnete, sagte: „Ausländische Investoren, die die stabile, ruhige und sichere Atmosphäre in der Türkei wahrnehmen, kommen ohne jegliche Bedenken, um zu investieren.“
Erdoðan wies darauf hin, dass das Ziel der Türkei für das Jahr 2013 38 Millionen Touristen seien, und erklärte, dass die Türkei, die in den letzten vier Jahren Stabilität und Ruhe fand, das ausländische Kapital anziehe. (Türkiye)
RUBIN: „DIE KURDEN HELFEN DER PKK“
Der im amerikanischen Initiative-Institut (AEI) tätige Irak-Experte Michael Rubin wies darauf hin, dass die Kurden, die die Unabhängigkeit zum Ziel haben, die Terrororganisation PKK unterstützten. Rubin schrieb, dass die nordirakischen Kurden nicht begriffen hätten, wie entschlossen die Türkei ist, und zu sehr auf die ihnen entgegen gebrachte Sympathie der USA vertrauten.
Rubin, der in seinem Artikel in der Zeitschrift ‚The Weekly Standard’ das US-Außenministerium kritisierte, da es die irakischen Kurden mit seiner übermäßig toleranten Haltung ermutigt, brachte zum Ausdruck, dass die kurdischen Führer weiterhin die PKK begünstigten. Ein Teil der von den USA den nordirakischen Peschmerga übergegebenen Waffen sei an PKK-Anhänger weitergereicht worden, teilte Rubin mit, und schrieb folgendes: „Die Kurden haben die Entschlossenheit der Türkei noch nicht begriffen. Viele Kurden sagen, dass die Peschmerga die türkischen Truppen in den Bergen des Nordirak besiegen könnten, und glauben das auch. Aber so etwas wird in keinem Fall passieren. Washington würde eine grenzüberschreitende Operation der Türkei gegen die PKK-Lager im Nordirak zwar nicht begrüßen, aber es dennoch mit Verständnis auffassen. Die EU-Sorgen würden die Türkei auch nicht davon abhalten, die Stützpunkte der PKK anzugreifen.“ (Cumhuriyet)
BRYZA: “DIE TÜRKEI HAT ZUM TEIL RECHT”
Der stellvertretende US-Außenminister Matt Bryza gab zu, dass die Türkei in ihrer Reaktion bezüglich des Nichteinhaltens der Verpflichtungen seitens Washingtons im Thema der PKK-Terrorgefahr zum Teil recht hat.
Bryza wies in seiner Erklärung gegenüber der griechischen Tageszeitung ‚Kathimerini’ darauf hin, dass die PKK die Gefahr Nummer eins für die Türkei sei und sagte: „Die Türken haben in diesem Punkt zum Teil recht. Sie haben das Gefühl, dass wir unseren Verpflichtungen zur Beseitigung der PKK-Terrorgefahr nicht nachgekommen sind. Wir müssen konkrete Ergebnisse vorweisen. Das will nicht nur die türkische Regierung, sondern das ganze türkische Volk.
Wir müssen unsere Aufmerksamkeit auch auf die Zusammenarbeit zwischen den USA, der Türkei und dem Irak richten, die Ergebnisse bringen soll. Allerdings sind wir gegen Aktionen im Alleingang.“ (Hürriyet)